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Litermont-Gipfel-Tour&Sagen und Mythen

von Dieter Lorig

Die Litermont-Gipfel-Tour bietet interessierten Wanderern einige Berührungspunkte mit der Historie des sagenumwobenen Berges. So sollen beispielsweise Ritter Maldix und seine Mutter Margarete, aber auch keltische Priester und napoleonische Soldaten auf dem Litermont gelebt und gewirkt haben. Erzählungen und Geschichten über den Litermont sind geprägt von den unterschiedlichsten und teilweise auch widersprüchlichen Überlieferungen sowie Spekulationen des Volksmundes. Viele der geschichtlichen Thesen oder angeblichen Fakten über den Litermont und dessen Historie sind "wissenschaftlich" nicht belegt. Dennoch halten sich viele der nicht bewiesenen geschichtlichen Überlieferungen auch heute noch hartnäckig im Volksmund.

So soll es auf dem Litermont eine historische Burg gegeben haben. Georg Colesie, ein verstorbener Heimatforscher aus der Gemeinde Nalbach und Kulturpreisträger des Landkreises Saarlouis, hat jedoch hierfür keine Beweise gefunden. Colesie verweist in seinen Publikationen wiederholt darauf, dass es keine urkundliche und damit amtliche Erwähnung für eine Burg auf dem Litermont gebe.
Dennoch, Funde vor einigen Jahrzehnten könnten Hinweise dafür sein, dass es während der Römerzeit möglicherweise eine kleine Turmburg auf dem Litermontgipfel gegeben haben könnte. Hierfür sprechen auch noch unübersehbare Wallgräben um das Gipfelplateau des Litermontes. Die Gräben werden heute als Waldwege genutzt.

Liegt heute größtenteils noch im Dunkeln: Die Geschichte des Litermontes

Auch die Sage von der mildtätigen Margarete vom Litermont und deren Sohn Maldix hält sich seit Generationen in Nalbach und Umgebung. Der ungeratene Ritter Maldix soll am Karfreitag beim Wildern am Südhang des Litermontes mit seinem Pferd zu Tode gestürzt sein.

Dazu Heimatforscher Colesie: "Margarete von Litermont ist eine Fiktion des Volksmundes, die wie auch immer in die Kirchenarchive gelangte...".Laut Colesie gibt es "keine "authentischen archivalischen Quellen", die das Leben und Wirken einer Margarete vom Litermont seriös belegen könnten. Dennoch glauben die Nalbacher auch heute noch an die Geschichte der mildtätigen Gräfin. Die "Adelige" soll angeblich in der Nalbacher Pfarrkirche ihre letzte Ruhestätte gefunden haben...

Im Jahr 1852 hatte die damalige Nalbacher Kirchengemeinde auf dem Litermontgipfel ein imposantes Kreuz zur Erinnerung an Margarete errichtet.

Von der Kirchengemeine Nalbach errichtetes Gipfelkreuz Die Nalbacher glauben an ihre Margarete vom Litermont

Umstritten ist zudem noch, was das Wort "Litermont" bedeutet oder woraus der Bergname abgeleitet sein könnte. Vielleicht sind es gerade diese geschichtlichen Ungereimtheiten und widersprüchlichen Überlieferungen, die dem magmatisierten Litermont auch heute noch ein Hauch von Mystik verleihen.

Die Reste von vielen Westwallbunkern entlang der Litermont-Gipfel-Tour zählen zur jüngeren Militärhistorik des Litermontes. Die meisten dieser armierten Betonklötze wurden nach dem 2. Weltkrieg gesprengt und sind seither für die Bevölkerung nicht mehr zugänglich. Lediglich im Nalbacher Geschichtspark besteht noch die Möglichkeit, eine solche "Trutzburg" aus dem letzten Krieg auch im Innern zu besichtigen.

Die Westwallbunker dieser Gegend wurden 1938 auf Anordnung von Hitler gebaut. Der NS-Machthaber plante damals schon einen Krieg gegen Frankreich. Der sogenannte Westwall, bestehend unter anderem aus Panzersperren und Bunkern sollte als "Bollwerk" gegen einen Angriff der Franzosen herhalten. Im späteren Kriegsverlauf hatte der Westwall jedoch keinerlei militärische Bedeutung mehr.

Dier Bunker entlang der Litermont-Gipfeltour bestanden ursprünglich aus bis zu 358 Kubikmeter Beton. Wände und Mauern waren mit Stahl armiert eind hatten eine Stärke von etwa bis zu zwei Metern. Insgesamt wurden pro Bunker bis zu 20 Tonnen Stahl allein zur Verstärkung der Statik verbaut. In intaktem Zustand dienten sie unter anderem als Maschinengewehr-Schartenstand mit einem Kampfraum, einer Gasschleuse und Einrichtungen zur Eingangsverteidigung. Zudem hatte die Bunker einen Notausstieg und waren für die Belegung von bis zu 15 Soldaten ausgelegt. Der Bunker im Nalbacher Geschichtspark, der auch im Inntern besichtigt werden kann, beherbergt heute ein kleines "Heimatmuseum".
Siehe hierzu auch folgenden Link:
Litermont-Gipfel-Tour&Geschichtspark...

Auch für den französischen Kaiser Napoleon hatte der Litermont militärische Bedeutung. Auf dem Litermontplateau stand schon vor über 200 Jahren eine optische Telegrafenstation. Mittels solcher Telegrafenstationen, die auf den höchsten Bergen der Region positioniert waren, konnte der ebenso bekannte wie gefürchtete Kaiser Nachrichten von Metz bis nach Mainz übermitteln. Siehe hierzu auch den Link "Litermont-Gipfel-Tour&Napoleonische Telegrafenstation..."

Die Litermont-Gipfel-Tour führt auch zum sogenannten "Grauen Stein". Im Umfeld dieses vulkanischen Gesteinsfeldes befinden sich keltische Kultstätten. Dort sollen Druiden, das waren Priester und Gelehrte, insbesondere in Mondscheinnächten ihre Götter angebetet haben.

Der Graue Stein, magische Felsformation vulkanischen Ursprungs Druidenstein, keltische Kultstätte neben dem Grauen Stein

Weitere Information zur Geschichte und Geologie des Litermontes siehe unter dem nachfolgenden
Link: "
Litermont-Gipfel-Tour&Geologie..."

Dieser Bericht basiert auf einem von mir verfassten Artikel in der Zeitschrift "Unsere Heimat" Heft Nr. 1/2007 des Landkreises Saarlouis und ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten!

Weitere Informationen über die Litermont-Gipfel-Tour , bitte auf folgende Links klicken:

Litermont-Gipfel-Tour&Allgemein...

Litermont-Gipfel-Tour&Geschichtspark....

Litermont-Gipfel-Tour&Weidendom..

Litermont-Gipfel-Tour&Napoleonische Telegrafenstation...

Litermont-Gipfel-Tour&Geologie..

 

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Text/Fotos copyright © Dieter Lorig - Dezember 2007