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Amateurfunk aus dem Jet

von Dieter Lorig - DK4XW

Über Stunden aus einem fliegenden Urlauber-Flugzeug gefunkt

Klingt unglaublich - ist aber wahr! Wovon viele Funkamateure nur träumen können, wurde für mich auf dem Flug von Deutschland nach Südafrika und zurück pure Realität. Als "normaler" Fluggast durfte ich über mehrere Stunden nicht nur im Cockpit einer Boing 767 mitfliegen, sondern auch noch zeitweise meinem "heißgeliebten" Hobby, nämlich Amateurfunk nachgehen....

Highlight ...Amateurfunk aus dem Jet..mein Traum ging in Erfüllung...

Während dieser Zeit konnte ich aus dem Urlauber-Jet zahlreiche private Funkverbindungen zu Freunden in Deutschland und ganz Europa abwickeln. In dieser Intensität hat es dies in Kreisen der Funkamateure in den letzten Jahren wohl nicht mehr gegeben....
Verständlich, dass es auf der Amateurfunk-Frequenz 14277 Khz ziemlich turbulent zuging als ich mich mit meinem Rufzeichen "Delta Kilo Vier X-ray Whisky/Aeronautical Mobil" zunächst in deutscher Sprache via Äther aus dem Flugzeug meldete. Die Flughöhe betrug zu diesem Zeitpunkt etwas mehr als 10000 Meter. Mit einer Stundengeschwindigkeit von knapp 900 Kilometer düste die Boing über die Sahara, entlang der Grenze von Libyen und Tunesien, während mir erste Funkkontakte nach Deutschland gelangen.
Zuvor hatte ich bereits mehrere Funkverbindungen aus dem Flugzeug mit südafrikanischen Freunden abwickeln können. Viele Funkpartner mochten es zunächst nicht glauben, dass hier jemand einfach so aus einem Verkehrsflugzeug funken durfte....

Die Möglichkeit, im Cockpit der Boing mitzufliegen verdankte ich meinem Bruder Anton. Dessen Bekannter ist Chefpilot bei einer bekannten Airline und flog rein "zufällig" die Maschine, mit der wir nach Kapstadt und zurück unterwegs waren!

Für mich als langjähriger Funkamateur war dies ein weiteres Highlight in meinem bisherigen "Funkerleben". Vor Jahren war ich der erste saarländische Funkamateur, der legal und mit Genehmigung der Funkaufsichtsbehörde
Amateurfunkbetrieb aus einem Ultraleichtflugzeug über dem heimatlichen Luftraum machen durfte. Unbeschreiblich war natürlich das Gefühl für mich, nunmehr aus einem großen Jet funken zu können.

Als Gerät benutzte ich einen der beiden im Flugzeug eingebauten Kurzwellentransceiver. Das in Amerika hergestellte Gerät ließ sich ab 5 MHz auf jede Frequenz, allerdings nur im Modus USB fest programmieren. Die vermutlich etwa 100 Watt Sendeleistung werden über eine speziell für Flugzeuge konzipierte Antenne, integriert im Rumpf des Jets, abgestrahlt.

Insgesamt eine Woche verbrachten wir in der südafrikanischen Kapregion. Angesichts der vielen Sehenswürdigkeiten in dieser Region war dies leider etwas zu kurz. Dennoch war es ein sehr abwechslungsreicher Urlaub, auf dem wir vieles erleben konnten und ich natürlich auch mit meiner deutschen Lizenz in Südafrika funken durfte.

Mehr zum Thema Amateurfunk im Urlaub: hier klicken > Funken unter Palmen
und DK4XW luftmobil ..Artikel, die mein Funkfreund Karl Hutte über mich geschrieben hat....

Mehr zum Thema Südafrika: hier klicken> Abenteuer Kapregion.....


copyright © Dieter Lorig - 2003